Als Sehschule bezeichnet man eine spezielle Sprechstunde, die alle Arten von Schwachsichtigkeit, Schielen und Augenmuskellähmungen diagnostiziert und behandelt. Die Untersuchungen werden von unserer Orthoptistin Frau Schittek in Zusammenarbeit mit mir durchgeführt.

Schon ab dem 6. Monat kann eine Fehlsichtigkeit festgestellt werden. Die sensible Phase, in der das Gehirn das Sehzentrum ausbildet, endet mit dem
6. bzw. 7. Lebensjahr. Aus diesem Grund sollten alle Kinder vor ihrer Einschulung sowohl die Sehschule besucht haben als sich auch einer augenärztlichen Untersuchung unterzogen haben.

Entwickelt sich zum Beispiel eine Sehschwäche (Amblyopie) wie auch beim Schielen, kann eine entsprechende Korrektur nach dem 6. bzw. 7. Lebensjahr leider nicht mehr korrigiert werden. Bei einer Sehschwäche von nur einem Auge, wird das besser sehende Auge mit einem Pflaster abgeklebt, um so das sehschwache Auge zu trainieren.

Andere Sehfehler könnten eine eventuelle Kurz-
oder Weitsichtigkeit, aber auch eine Hornhautverkrümmung sein, die das Sehen unscharf machen. Eine Korrektur hierbei kann oft durch entsprechende Brillengläser korrigiert werden. Da Fehlsichtigkeiten oft vererbbar sind, ist es besonders wichtig, bei Kindern von brillentragenden Eltern eine frühzeitige Augenuntersuchung durchführen zu lassen.